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Seit fast 18 Jahren lebe ich im Salzburger Andräviertel und hatte das Glück in dieser Wohnung gegenüber des Sebastian Friedhofs Anfang 2010 einziehen zu können. Von Anfang an war klar, dass dieser Platz etwas besonderes hat.
Balkonien Sehnsuchtsort.Oase.
Eine fotografische Annäherung.
Seit fast 18 Jahren lebe ich im Salzburger Andräviertel und hatte das Glück in dieser Wohnung gegenüber des Sebastian Friedhofs Anfang 2010 einziehen zu können. Von Anfang an war klar, dass dieser Platz etwas besonderes hat.
Ob das mit dem Friedhof zu tun hat oder mit den Vögeln die hier vom Kapuzinerberg kommen, in den Bäumen nisten oder sich einfach nur ausruhen? Die Ruhe die dieser Ort ausstrahlt hat mich immer schon begeistert. Inmitten der Stadt ist hier eine Oase. Nicht nur weil es grün ist. Es ist die Ruhe.
Meine Familie, meine Freunde und jede(r) der das erste Mal in diese Wohnung eintritt spürt das Besondere. Balkonien, das ist Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter. Rausgehen, sitzen, liegen, lesen, sehen, einfach nur sein oder beobachten.
2014 hat sich für mich und meine private und berufliche Situation vieles verändert. Es war plötzlich nicht mehr notwendig immer im Büro zu sein, man konnte zwischendurch nach Hause, wo man eigentlich hingehört. Und Balkonien genießen. Und dann wieder arbeiten. Und wieder Balkonien. Sonne von 13 Uhr bis 21:00 Uhr im Sommer, die Ruhe und meine Frau mit der ich das alles teilen kann. Sie liebt Balkonien natürlich auch.
Meine jährlichen Reisen in den Süden und das Arbeiten von dort sind für mich Perspektivenwechsel und Ausprobieren einer neuen Form von Arbeiten. Das Heimkommen ist dann weniger schwierig. Es gibt ja Balkonien. Im Zeitraum von 2020 bis 2023 hab ich schön langsam mein Büro aufgegeben und mich im Home-Office niedergelassen. Da war Balkonien dann dauerhaft verfügbar.
Die Wohnung war leider nie kaufbar, weil im familären Besitz. Ich wollte aber auch nie wo anders hin. Warum auch weg von hier. 2025 ist das Haus dann leider verkauft worden, wird ab 2026 saniert und die Balkonien-Wohnungen werden zu überhöhten Preisen verkauft. Das stimmt traurig, aber ich habe es gewusst. Nur wahr haben wollte ich es nicht.
Meine fotografische Annäherung ist eine Verabschiedung, eine Hommage an diesen Platz der Ruhe und Einkehr. An dem man seinen Gedanken und Träumen nachhängt, kreativ ist und so manche Reisepläne bespricht.
Die Jahre vergehen so schnell, Balkonien bleibt. Die Erinnerung daran und alles was war in den letzten 16 Jahren, hier in der Wolf-Dietrich-Straße 11.
Meinem Sehnsuchtsort.
Meiner Oase.